K-ü-n-s-t-l-e-r-n-e-t-z-w-e-r-k
Kommentar
KÖLN -DÜSSELDORFER-KUNST-CONNECTION
veröffentlicht 24.07.2021
Die Ausstellung „Rhein(e)Kunst“ beweist sehr eindrücklich, dass Köln und Düsseldorf sehr wohl zusammen geht, stellen hier doch Kölner und Düsseldorfer Künstlerinnen und Künstler gemeinsam aus. Es ist nicht nur der Rhein, der die beiden Städte miteinander verbindet, sondern auch die Kunst und noch vieles mehr. Ralf Buchholz von der NEANDERARTgroup konnte für diese einzigartige Gemeinschaftsausstellung über Roland Ermrich („Düsseldorfs Vielfalt erleben e.V.“) die „Park-Kultur“ in Düsseldorf (fußläufig 10-15 vom Hauptbahnhof entfernt) gewinnen. Hierbei handelt es sich tatsächlich um das ehemaliges Pförtnerhäuschen des Parkhauses, das von dem o.g. Verein zur Zwischennutzung bespielt werden kann. In dieser interessanten Location präsentieren auf 2 Etagen 21 Künstlerinnen und Künstler, davon 11 aus Düsseldorf und 10 aus Köln, ihre vielfältigen Kunstwerke, von Fotografie, Malerei über Mixed-Media-Kunstwerke, Scratchart, Skulpturen bis hin zu Trash-Kunst. Mit einem sehr speziellen Redestab in der Hand eröffnete Ralf Buchholz die Ausstellung, nicht ohne auch an die vom Hochwasser betroffenen Menschen zu denken und auf die eigens hierfür aufgestellte Spendendose hinzuweisen.
Die gestrige Vernissage fand großes Interesse und zog zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Zudem besteht ein großer Nachholbedarf an Live-Vernissagen. Dementsprechend gut gelaunt fand bei einem Erfrischungsgetränk - ich muss sagen, auch das Alt-Bier hat hervorragend geschmeckt – und bei Live-Musik von Milan und Band ein lockerer Vernissage-Abend mit interessanten und anregenden Gesprächen statt und es wurden auch neue Kontakte geknüpft.
Ein rundum wunderbarer Abend! Die Ausstellung läuft noch bis zum 07.08.2021. Ort: Park-Kultur, Oststr,. 118, 40210 Düsseldorf
Hier ein paar Impressionen:
HAT KUNST EINE AUFGABE IN DER GESELLSCHAFT?
(veröffentlicht 20.05.2021)
Genügt Kunst sich selbst oder hat sie darüber hinaus eine Aufgabe in der Gesellschaft? Das ist die Frage, die mich gerade beschäftigt und die ich in diesem Artikel etwas beleuchten möchte.
In diesen denk-, frag-, und zunehmend merkwürdigen Zeiten wurde die Kunst mal eben als nicht systemrelevant eingestuft. Problem: die „Künstlerschaft“ hat keine Gewerkschaft und schon gar keine Lobby, die sich in diesen schwierigen Zeiten für sie hätte stark machen können.
Zunächst einmal möchte ich da die ästhetisch schöne Kunst ansprechen. Hier meine ich Gemälde, in die wir abtauchen, uns weg träumen können oder die eine beruhigende meditative Wirkung auf uns, also den Betrachter, haben. Benötigen wir nicht gerade in diesen brisanten Zeiten, wo die ganze Welt und wir mit ihr aus dem Gleichgewicht gefallen sind, als Gegenpol etwas Schöngeistiges, um wieder ein bisschen in Balance zu kommen, in unsere Mitte zurück zu finden? Für die Lösung der mannigfaltigen Herausforderungen, denen wir aktuell gegenüber stehen, sicherlich ein guter Platz, von dem aus wir besonnene, weitsichtige und weise Entscheidungen treffen können.
Der Realismus und Naturalismus kann über das Schöngeistige hinaus aber auch noch einen konservierenden Aspekt haben, sozusagen als Erinnerungsspeicher und Ermahner fungieren. So können uns beispielsweise Landschafts- und Naturgemälde, die eine erhabene, wundervolle und vor allem intakte Natur zeigen, daran erinnern, dass es diese unbedingt zu erhalten und zu bewahren gilt. Oder man denke nur an das „Albert-Dürer-Schwein“. Das „Albrecht-Dürer-Schwein“ ist ein mittelalterliches Hausschwein, das durch fortwährende Züchtungen ausgestorben war. Dank Albrecht Dürer, der das damalige Hausschwein so detailgenau festgehalten hat, ist es möglich gewesen, dieses mittelalterliche Hausschwein wieder rückzuzüchten.
Impressionistische Gemälde können Situationen und Stimmungen ihrer Zeit wunderbar widerspiegeln und transportieren, so dass der Betrachter die dargestellte Situation/Szene nachempfinden kann. Diese Gemälde legen damit ein Zeitzeugnis ab, vielleicht sogar besser als jedes Geschichtsbuch dies kann.
Apropos Geschichte: machen wir doch mal einen ganz kleinen Exkurs zurück ins 16. Jahrhundert. Die meisten Menschen hier konnten weder lesen noch schreiben, waren Analphabeten. Wie hätten sie die Heilige Schrift lesen sollen? Die damalige Malerei ging also weit über die Dekoration in der Kirche hinaus, sie sollte dem Betrachter auch die Heilige Schrift in Bildsprache vermitteln.
Heute morgen musste ich mich aus dem Bett quälen, selten war eine heißersehnte Urlaubswoche so trüb. Für Ende Mai ist es viel zu kalt und es regnet Bindfäden, was natürlich ein Segen für die Natur ist. Der Regen ist noch nicht mal das Schlimmste, nein, das Schlimmste ist, dass es nicht richtig hell wird. Dieser düster-trüb-verhangene Himmel resoniert gerade perfekt mit der düsteren Depriwolke in mir, die sich aus tiefsten Tiefen langsam aber stetig immer weiter in meinem Körper vortastet, immer mehr Raum einnimmt und mich innerlich wie äußerlich schwer fühlen lässt. Erdrückend, erschöpfend. Schließlich lockt mich der Gedanke an eine Tasse Kaffee dann aber doch aus dem Bett und bewaffnet mit meiner Kanne Kaffee habe ich es tatsächlich an meinen Laptop geschafft, froh eine Aufgabe zu haben. Also machen wir weiter!?
Aus dieser meiner heutigen Stimmung heraus frage ich mich, ob die Kunst mich auch in dieser Stimmungslage abholen und vielleicht sogar ja aus dieser heraus holen kann. Kunst als Trostspender? Spontan fällt mir gerade „Der Schrei“ von Edvard Munch ein. Für einen kurzen Moment hätte ich heute morgen auch gerne mal einen Schrei getan. Lindert in dieser Situation die Betrachtung von Kunst meine momentane Not? Ich muss an Frida Kahlo denken, was für eine außergewöhnliche, starke Frau, die ihre Wunden, Verwundungen und Traumata in ihren Bildern so
klar und deutlich zum Ausdruck gebracht hat. Wie heißt es doch: ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Beeindruckend, wie sie ihr Schicksal gemeistert hat und in ihrer kurzen Zeit auf dieser Erde dem Leben soviel wie möglich abgerungen hat. In ihren Bildern transportiert sie für mich eine Stärke im Leid, die auch mir wieder Mut und Kraft gibt.
Für Beuys, der in diesen Tagen 100 Jahre alt geworden wäre, war jeder Mensch ein Künstler, der die Gesellschaft mitgestalten sollte. Sich gesellschaftlich einmischen, das wollten auch viele Künstler in den 60er Jahren mit neu konzipierten und kreierten Kunstformen.
Damit schließt sich die Frage an, ob es die Aufgabe von Kunst ist, der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten und Gesellschafts- und Sozialkritik zu üben? Kann politische Kunst überhaupt etwas bewirken? Veränderung beginnt in den Köpfen der Menschen. Bekanntlich denken wir in Bildern. Und hier kann politische Kunst vielleicht ein leises Wachrütteln, ein Reflektieren und Nachdenken auslösen, in dem sie entweder mit schockierenden Bildern arbeitet oder aber mittels Bildsatire und Karikatur Missstände pointiert aufzeigt, wie dies z.B. in der Street-Art passiert, ich denke hier natürlich an Banksy. Manchmal kann ein Bild eben eine bestimmte Situation viel besser wiedergeben als Worte dies vermögen, es erreicht den Betrachter viel direkter. Werte und Emotionen können so vermittelt werden, die möglicherweise den Menschen als Orientierung und/oder als Narrativ dienen können. Auf jeden Fall ist es gut, sinnvoll und wünschenswert, durch diese Art von Kunst möglicherweise zu einem Perspektivwechsel zu kommen. Sie kann auch provozieren und zum Diskurs führen.
Allein dieser kleine Artikel zeigt doch, wie wichtig und sehr wohl systemrelevant Kunst doch ist. Eine Welt ohne Kunst ist schlicht undenkbar. Und so denke ich, um zur Eingangsfrage zurück zu kommen, hat Kunst eine Aufgabe in der Gesellschaft? – ja hat sie, und nicht nur in, sondern auch vor allem für die Gesellschaft!
ERFOLGREICHER AUFTAKT DER WANDERAUSSTELLUNG "CROSSART FOR FUTURE
(veröffentlicht 17.04.2021)
Die Auftaktveranstaltung der Wanderausstellung "CROSSART FOR FUTURE" am Samstag, 17.04.2021 ist geglückt. In einer wie für die Austellung geschaffenen Ecke des Römerparks in Köln wurden die 36 eindrucksvollen Kunstwerke zum Thema mit Wäscheklammern an zwischen drei Bäumen befestigten Schnüren, präsentiert. Ein übergroßer hellgrüner Regenschirm wurde zum Klima-Rettungsschirm deklariert, unter dem die anwesenden Künstler*innen einzeln fotografiert wurden. Viele neugierige Spaziergänger waren beeindruckt von den ausgestellten Werken und die Art der Präsentation. Im Laufe des Nachmittags besuchten ca. 50 bis 60 Interessierte die Ausstellung und es wurden 3 Kunstwerke verkauft, sodass insgesamt durch Gebühren, Verkaufserlöse und Spenden bereits 60 Bäume gepflanzt werden konnten. Auch einen Pressevertreter konnten wir begrüßen, so dass wohl mit einem Artikel in einer Stadtteilzeitung zu rechnen ist. Es war ein rundherum gelungener und wundervoller Kunstnachmittag.
Nächste Station der Wanderausstellung ist im Medienhafen in Düsseldorf am 16.05.2021!
Parallel zur nächsten Aktion werden die 36 Werke wieder online hier auf crossartlive.de zu sehen sein.
Nach der letzten Station der Wanderausstellung werden die Bilder dann dauerhaft online zu sehen sein.
(Veröffentlicht 17.09.2020)
Sich einfach nur der Kunst widmen, die künstlerische Kreativität voll ausleben! – ja das wäre wunderbar und sicher der Traum eines jeden Künstlers. Aber in der heutigen Zeit gehört noch so viel mehr dazu, zumindest wenn das Ziel darin besteht, immer mehr von der eigenen Kunst leben zu können. Künstler hatten es ja zu keiner Zeit leicht, nur von der Kunst zu leben. Nicht jeder Künstler kann sich schließlich so glücklich schätzen, finanziell unterstützt zu werden, sei es von einem Familienangehörigen oder einem Mäzen. Die richtigen Leute zu kennen und in deren Kreisen zu verkehren, war und ist sicher auch heute noch von Vorteil. Doch dürfen wir nicht vergessen, dass wir heute im Informations- und Medienzeitalter leben, dem sich auch Künstler nicht mehr entziehen können. Doch gerade auf diesem Gebiet tun sich viele Künstler eher schwer und es fehlt oft auch an dem nötigen Wissen, Interesse und nicht zuletzt am Spaß, sich mit diesen teilweise doch oft recht trockenen und zeitraubenden Themen, wie z.B. Webdesign, zu beschäftigen. Und so findet dann entweder gar keine Medienpräsenz statt oder es wird nur halbherzig und mehr schlecht als recht und oft leider nicht sehr repräsentabel etwas „gebastelt“. Dabei sind die neuen Medien aber nicht nur negativ zu sehen, sondern können durchaus auch als Chance und sogar als Vorteil gegenüber früheren Zeiten betrachtet werden; tun sich hier doch ganz neue Möglichkeiten auf, sich selbst und seine Kunst zu präsentieren und/oder zu vermarkten. So kommt den Medien auch für Künstler eine immer größere Bedeutung zu. Gerade die corona-Krise hat gezeigt, wie wertvoll es ist, sich und seine Kunst online präsentieren zu können. Wenn die Beschäftigung hiermit nur nicht so viel Zeit und Energie kosten würde! Das Leben an sich zu managen, erfordert, wie bei jedem anderen auch, per se schon seine Zeit. Daneben soll man sich dann auch noch die Zeit nehmen, sich mit den neuen Medien zu beschäftigten. Denn seien wir doch mal ehrlich, wenn man nicht gerade mit den neuen Medien groß geworden ist, ist es doch ganz normal, dass einem diese Dinge nicht so schnell und leicht von der Hand gehen, dass vielmehr ab einem bestimmten Alter Berührungsängste bestehen und man das Gefühl hat, erstmal einen Volkshochschulkurs absolvieren zu müssen, um überhaupt zunächst mal die Basics zu lernen. Und so bleibt dann für das Wesentliche, nämlich für das, was den Künstler eigentlich ausmacht, das wofür er brennt, also für die Kunst unterm Strich immer weniger Zeit übrig. Und hier kommt die gute Nachricht: Kunst-Support und Netzwerke sind die Rettung! Ja, warum denn eigentlich nicht für bestimmte Bereiche Unterstützung im Netzwerk (am besten im eigenen) bei einem Fachmann suchen? Eine sinnvolle Investition, die nicht nur Zeit und Nerven spart, sondern mittel- bis langfristig bestenfalls auch noch zu den erwünschten Einnahmen aus der Kunst führt. Für eine optimale Präsentation, einen großen Bekanntheitsgrad und für die Vermarktung der Kunst ist es heute enorm wichtig, so breit wie möglich aufgestellt zu sein! Wie so ein Kunst-Support im Bereich digitaler und analoger Medien aussehen kann, möchte ich hier anhand von zwei Beispielen aufzeigen:
Eine großartige Möglichkeit, sich einem großen Publikum zu präsentieren, bietet Horst Goetze mit dem Künstlerkanal. Sein Metier ist das Erstellen von professionellen Videoproduktionen über Ausstellungen, Vernissagen, Kunstevents und -projekten. Neben regionalen Webportalen werden die Videos auch über die frei empfang bare Fernsehsendung „Künstlerkanal Rheinland“ bei NRWision (Kabelkanal 84 –> 4 Millionen Haushalte in NRW) ausgestrahlt und können darüber hinaus auch noch in der Mediathek und auf YouTube aufgerufen werden. Der Künstlerkanal erreicht dadurch mittlerweile sehr beeindruckende geschätzte 45.000! Zuschauer monatlich und wird zudem sehr gut bei Google gefunden. Horst Goetze bietet für Künstler darüber hinaus Porträts in Form von Videoclips an, z.B. für die eigene Webseite. Das macht eine Webseite doch direkt sehr viel lebendiger! Der Künstler erhält 5 DVDs zur eigenen Verwendung. Außerdem wird der Videoclip auch noch auf dem Künstlerkanal, auf Facebook und auf YouTube verbreitet. Eine neue Reihe hat Horst Goetze zusammen mit dem Künstler Malte Sonnenfeld initiiert, die sich "talk im atelier" nennt. Malte Sonnenfeld lädt Künstler/innen zu einem entspannt-lockeren Talk in sein Atelier nach Unkel ein.
Einen weiteren Kunst-Support, und zwar im Bereich analoger Medien, bietet Marcelo Klayman an. Wer sein Präsentationssortiment, zusätzlich zu seinen Original-Kunstwerken, erweitern möchte, ist hier genau richtig, denn bei Marcelo Klayman kann man Drucke aller Art in Auftrag geben: von A wie Acrylglasdrucke, B wie Banner über H wie Hartschaumplatten bis hin zu M wie Magnete und vielem mehr. Daneben gehören auch noch Flyer, Plakate, Visitenkarten und sogar Kunstbücher zu seinem Angebot, auf Wunsch auch inklusive Layout. Als Webdesigner kann man ihn natürlich auch mit der Erstellung oder der Optimierung von Webseiten und Blogs beauftragen. Für die erforderlichen Besprechungen bevorzugt Marcelo Klayman, sofern es die räumliche Entfernung zulässt, persönliche Treffen, bei denen er gerne auch grafische Tipps gibt und beim Pflegen von Webseiten/Blogs etc. Unterstützung gibt, mit dem Ziel, das notwendige Knowhow, quasi als Hilfe zur Selbsthilfe, weiter zu geben, sodass man seine Seite letztlich dann selbst updaten kann.
Fazit: Als Künstler muss ich kein Medienprofi sein! Viel wichtiger ist es, ein gutes Netzwerk zu haben. So ein Netzwerk ist nicht zu unterschätzen, findet man hier doch im besten Falle den benötigten Support. Und ja, natürlich muss ich für die professionelle Hilfe einen bestimmten Preis zahlen, das ist wohl selbstverständlich. Dafür ist dieser Support aber auch effektiv, trägt zum Bekanntheitsgrad meiner Person und meiner Kunst und zu deren Vermarktung bei und zahlt sich so letztlich aus. Und ein schöner Nebeneffekt: über so ein Netzwerk ist auch schon die eine oder andere sich gegenseitig unterstützende Freundschaft entstanden. Und das ist mit Geld nicht zu bezahlen.
Hinweis: Mitglieder des Künstlernetzwerkes crossart international erhalten ermäßigte Preise bei den beiden hier besprochenen Medienprofis.
Horst Goetze: https://künstlerkanal.de/index.html
Marcelo Klayman: koelnwerbung@googlemail.com
Künstler-Netzwerk: https://crossart.ning.com/
Vernissage "Was wiegt Kunst?" in der Kulturkirche Ost
(veröffentlicht 06.12.2019)
Donnerstag besuche ich mit Peter Mück und Tony Strnad die Vernissage zur Ausstellung "Was wiegt Kunst?" in der Kulturkirche Ost. Die Kulturkirche Ost alleine ist schon eine Besichtigung wert. Es ist eine Auferstehungskirche, die archiktektonisch außergewöhnlich ist, symbolhaft in der Form eines Dreiecks gebaut mit Wänden aus unbehandeltem Beton. Aber am eindrucksvollsten finde ich den Innenraum, der eine meditative Wirkung ausstrahlt. Die Kirche wurde 2008 von der GAG gekauft, Gottesdienste finden nur noch am Sonntag statt, während der Raum ansonsten als Eventraum für Ausstellungen, Konzerte, Lesungen etc. genutzt wird. Es finden ca. 34 Veranstaltungen im Jahr statt.
Direkt beim Betreten der Kirche kommen wir nicht an dem Kurator vorbei, ohne dass wir uns auf die eigens dort aufgestellte Waage stellen müssen. Das Gewicht wird notiert. Hallo???? Meine Stimmung rast rapide schnell in den Keller. Sinn dahinter ist, dass die notierten Daten (Kilos) aufaddiert werden und der Sponsor (Name ist mir nicht bekannt) diesen in Euro an die Obdachlosenhilfe spendet. Na dann! Das ist natürlich super! Bei einem Glas Rotwein entspanne ich mich wieder und denke über den Titel der Ausstellung nach. Wenn man es so recht bedenkt, bin ich im weiteren Sinne ja auch ein göttliches Gesamtkunstwerk, dessen Gewicht jetzt in Euro gespendet wird. Dieser Gedanke versöhnt mich endgültig und ich mache mich auf, mir die Kunst anzusehen. Ausstellende Künstler sind 2 Maler: Manfred Dahmen und Alexander Ivo Franz sowie die Holzbildhauerin Ati von Gallwitz. Sowohl bei den Gemälden von Manfred Dahmen also auch von Alexander Ivo Franz handelt es sich um großformatige abstrakte Gemälde. Während die Bilder von Manfred Damen kräftige plakative Farben haben, sind die Bilder von Alexander Ivo Franz, die mit einzelen Zeilen eines Gedichts korrespondieren, eher von zarten Farben, fast schon zurückhaltend. Ati von Gallwitz hat aus vom Sturm umgestürzten Buchen wunderschöne Holzbildhauerarbeiten, wie z.B. Türme aus Buchstaben, kreiert. Leider blenden mich die Bodenstrahler immer wieder auf meinem Rundgang, so dass es einige Sekunden braucht, bis ich mir das nächste Gemälde anschauen kann. Die Be- und Ausleuchtung in diesem Raum stelle ich mir nicht so einfach vor. Die Kunst ist insgesamt ausdrucksstark ohne Frage. Mich persönlich sprechen allerdings nur 2 Bilder von Manfred Dahmen und das Werk "Twittering Tree" von Ati von Gallwitz an.
Dann ist es Zeit, sich auf den Kirchenbänken niederzulassen für den offiziellen Teil: auf ein paar einleitende Worte des Kurators folgt die Eröffnungsrede von Frau Prof. Dr. Irene Daum. Den offiziellen Teil beenden die heißen Rhytmen von "Mama Afrika". Die Musik gefällt mir sehr gut, allein sie ist zu laut, so dass sich jegliche Konversation erübrigt, bzw. schwierig macht. Das gibt mir Zeit alles noch einmal auf mich wirken zu lassen und mich in Ruhe umzuschauen. Insgesamt geht es etwas steif zu. Großartig finde ich allerdings den Benefizcharakter der Veranstaltung, so haben die Künstler zusätzlich noch kleinere Kunstwerke zum Verkauf (die großen Formate bewegen sich immerhin im 5-stelligen Bereich) bereitgestellt, deren Erlös der Obdachlosenhilfe zufließt. Und da gibt es noch die Story um das Altarbild mit dem Namen "Streitwagen" , das das teuerste Bild der Welt werden soll, da es immer wieder - und zwar immer zum doppelten Preis - weiterverkauft werden soll.
Ja, aber was ist nun das gesellschaftliche Gewicht von Kunst in der Gesellschaft?
FAZIT: Einzigartige Location, Sozialer Aspekt, ausdrucksstarke Kunst
Kunst meets ZZ Top in Chorweiler
(veröffentlicht 06.12.2019)
Mehrere hundert Besucher schauten sich gestern die Ausstellung des 11. Kunstmarktes von ChorweilerArt im großen Saal des Bürgerzentrums an. Die Veranstaltung erfreut sich großer Bekannt- und Beliebtheit bei den Bürgern, so dass die ersten Besucher, kaum dass die Künstler mit ihrem Aufbau fertig waren, bereits vor dem offiziellen Startschuss eintrafen. Bezirksbürgermeister Reinhard Zöllner eröffnete kurz und prägnant die Veranstaltung. Für das leibliche Wohl sorgte ein kleines Café und musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch das Gitrarrentrio Diciotto Corde Bonn, die u.a. mit ZZ Top-Klängen zur guten Stimmung beitrugen. So gut gestärkt und musikalisch unterhalten, waren die Besucher sehr offen und interessiert. Es wurde auch schon das eine oder andere erste Weihnachtsgeschenk aus dem vielfältigen Angebot von Gemälden, Fotografien und Skulpturen gekauft. Durch die teilenehmenden Gast-Künstler ist auch jedes Jahr für Abwechslung gesorgt. Auch Pressevertreter von der Kölnischen Rundschau und vom Kölner Stadt Anzeiger waren anwesend, um über die Veranstaltung zu berichten. Die Veranstaltung war gut organisiert, allerdings hätte man das Ende der Veranstatung gut um eine Stunde auf 17.00 Uhr vorverlegen können. So ging ein erfolgreicher 11. Kunstmarkt zu Ende - doch ....nach dem Kunstmarkt ist vor dem Kunstmarkt - also auf ein Neues im nächsten Jahr!
Skurrile Fischbüchsen in Erkelenz gesichtet!
Ausstellung "crossart macht Schule" - Vernissage 01.11.2018
9 Künstler mit insgesamt 50 Kunstwerken sorgen bereits in der Woche vor der Vernissage bei der Hängung für Trubel und kleine Happenings in der KunstETAGE von Elke Bürger. Es ist die erste Ausstellung in der KunstEtage, die Teil des Kunsttreffs Erkelenz ist. Bei Kaffee und interessantem Künstler-Austausch kommt es zu einer eigenwilligen gemischten Hängung, bei der auch die stellvertretende Bürgermeisterin Frau Astrid Wolters im Rahmen ihres Vorabbesuchs mitwirkt. Am Ende haben dann aber doch alle in dem anfänglich charmanten Durcheinander "ihren Platz" gefunden. In dem einzigartigen Ambiente und Flair der KunstETAGE kommt die eindrucksvolle Bandbreite der ausstellenden Künstlergruppe, bestehend aus: Bina Placzek-Theisen, Nada Vitz, Andreas Mischke, Anne Ruffert, Christoph Klein, Nikola Hoffmann, Ilse Wurzel, Ioana Palamar und Elke Bürger, sehr gut zur Geltung. Das Spektrum reicht von Malerei, Fotografie, über Objektkunst und Collagen bis hin zu Bildhauerarbeiten. Teilweise sind die Werke so kreativ außergewöhnlich, wie z.B. die "Fishings" von Nada Vitz (dreidimensionale Objektkunst aus Fischbüchsen, die mit realitätsbezogenen Bildern kombiniert sind), dass sie es sogar zur Schlagzeile in der Rheinischen Post bringen. Wow! Sehr eindrucksvoll sind auch die farbigen Akte von Bina Placzek-Theisen, um nur mal zwei Beispiele von vielen anzuführen. Die Besucher treffen schon lange vor dem offiziellen Beginn der Vernissage ein. Die bunte Mischung von ausstellenden Künstlern, darunter auch neue Künstler sorgen für frischen Wind und es gibt für die Besucher dadurch neue Künstler mit neuer Kunst zu entdecken, was sehr gut ankommt. Nach der absolut zutreffenden Eröffnungsrede der stellvertretenden Bürgermeisterin, Frau Astrid Wolters, finden viele interessante Gespräche mit den Gästen statt und bereits während der Vernissage wird ein Bild von Anne Ruffert verkauft. Für diejenigen, die es nicht zur Vernissage am 01.11.2018 geschafft haben, bietet sich noch die Möglichkeit, am Samstag, den 10.11.2018 anlässlich der "Offenen KunstETAGE" von 10.00 - 18.00 Uhr oder letztmalig am Sonntag, den 11.11.2018 ebenfalls von 10.00 bis 18.00 Uhr die Ausstellung zu besuchen
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