K-ü-n-s-t-l-e-r-n-e-t-z-w-e-r-k
Der Stierkampf findet nicht zwischen Mensch und Tier statt, sondern innerhalb der Menschheit.
Über dem Torero erhebt sich eine schwarz akzentuierte Figur. Sie erscheint als Urteil noch vor dem Ende des Kampfes. Der Tod tritt in der Komposition auf, bevor das Ereignis selbst eintritt.
Im Zentrum der Menschenmenge befindet sich Michelangelos Pietà del Duomo. Christus wird in die Welt der Menschen versetzt und Teil des Geschehens. Auch über seinen Körper fließt Blut. Der doppelschneidige Speer, der einen Menschen trifft, trifft zugleich Christus. Wer einen Menschen tötet, tötet Christus.
Das Schrecklichste ist hier weder das Blut noch die Waffen. Das Schrecklichste ist das Fehlen eines äußeren Feindes.
Die Menschheit geht nicht an einem äußeren Bösen zugrunde, sondern an ihrer eigenen Fähigkeit, Hass hervorzubringen.
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