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K-ü-n-s-t-l-e-r-n-e-t-z-w-e-r-k

Gestern im Dazwischen

Erinnerungen brauchen keinen festen Platz an der Wand. Sie dürfen mit dem Leben wandern.

Ausgangspunkt der Arbeit sind Fotografien aus dem Kosmos einer jungen Frau während ihrer Zeit in einem Studentenwohnheim. Mit einem wachen Blick sammelte sie scheinbar Wertloses – gebrauchten Schmuck, Stifte, leere Flaschen, Verpackungen, Kleiderbügel und andere Fundstücke des Alltags. Durch das Sammeln und Arrangieren erhielten diese Dinge eine neue Präsenz. Sie wurden zu stillen Zeugen einer Lebensphase und zu Trägern persönlicher Geschichten.

Zwei dieser Fotografien werden auf Geschirrtücher gedruckt. Aus dem Bild wird ein Gebrauchsgegenstand. Er kann aufgehängt, gefaltet, benutzt oder im Schrank aufbewahrt werden – so wie Erinnerungen ihren Platz im Leben finden: mal sichtbar, mal verborgen.

Mit der Zeit wird das Tuch weicher, verbrauchter und persönlicher. Es trägt die Spuren dessen, was bleibt.
Für die Ausstellung würde ich zwei Tücher präsentieren. Die Arbeiten sind für diese Webansicht in der Qualität herabgesetzt.

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